Erinnerungskultur – überholtes Theater oder notwendiges gesellschaftliches Engagement? Ein offener Dialograum in Kooperation von Kommune Seeheim und Evangelischer Kirchengemeinde

Do. 28.01.2027 19:30–21:30 Uhr
Forum am Rathaus, Hinter der Kirche, DE-64342 Seeheim

Diskussionsabend: Erinnerungskultur – überholtes Theater oder notwendiges gesellschaftliches Engagement?
Ein offener Dialograum in Kooperation von Kommune Seeheim und Evangelischer Kirchengemeinde

»Nie wieder!«, haben wir gesagt. Wir haben es ernst gemeint. Wir haben uns um angemessenes Erinnern bemüht. Manche haben viel dafür gearbeitet. Wir wollten besser sein als unsere Väter und Mütter. Wir würden nicht wegsehen und schweigen. Und jetzt? Wir sind ratlos angesichts von so viel offenem Hass auf Juden und Jüdinnen in unserem Land. Wir wissen oft nicht mehr, was wir tun sollen. Junge Stimmen beginnen, die Erinnerungskultur zu hinterfragen. Ist das nicht an manchen Stellen zu einem Gedächtnistheater verkommen? Warum machen wir das immer noch?
Darüber wollen wir gemeinsam nachdenken.

Mike Josef, Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt/ sagte am 11.10.2026 bei der Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels an Phillipp Sands:**
**„Für unser Land ist die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus und die daraus gezogenen Lehren das wichtigste Erbe der vergangenen 80 Jahre.
Nicht im Sinne eines von den Großeltern geerbten Möbelstücks, und auch nicht im Sinne einer Erinnerungskultur – so wichtig diese ist, und wie logisch es daher ist, dass vor allem sie zur Zielscheibe rechtsextremer Agitation wird. Sondern im Sinne unserer eigenen Identitätsfindung.“